Man unterscheidet zum einen jene Steuer, welche von Unternehmen an andere Unternehmen gezahlt werden muss (Vorsteuer) und zum anderen jene Steuer, die Unternehmen den Endkunden beim Verkauf berechnen (Umsatzsteuer). Doch wie verhält sich dies buchhalterisch?

Was sind Umsatzsteuer & Vorsteuer?

Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ist jene Steuer, welche beim Verkauf von Waren anfällt. Hier ist der Kunde zwar der Steuerträger (der, der zahlt), aber das Unternehmen ist der Steuerschuldner (also für die Erhebung der Umsatzsteuer verantwortlich). Die Umsatzsteuer wird in Verkaufsrechnungen ausgewiesen.

Als Vorsteuer bezeichnet man die Umsatzsteuer, welche beim Einkauf von Waren bei Vorlieferanten zu zahlen ist. Sie wird in Eingangsrechnungen ausgewiesen und vom verkaufenden Unternehmen vereinnahmt und an das Finanzamt abgeführt.

Die Vorsteuer stellt also eine Forderung gegenüber dem Finanzamt dar, während die Umsatzsteuer eine Verbindlichkeit darstellt.

Doch warum unterscheidet man diese Steuern? In Deutschland ist die Umsatzsteuer eine sogenannte Netto-Allphasen-Steuer mit Vorsteuerabzug. Das bedeutet, dass kein Gut mehrfach auf allen Umsatzstufen besteuert wird, weil Unternehmen sich die gezahlte Vorsteuer vom Finanzamt zurückholen können.

 

Buchen von Vorsteuer & Umsatzsteuer

Wareneinkauf

Wareneinsatz & Vorsteuer

an Ausgabequelle (z.B. Verb. aLL, Bank, Kasse…)

Warenverkauf

Einnahmequelle (z.B. Ford. aLL, Bank, Kasse)

an Umsatzerlöse & Umsatzsteuer

Das Abschließen der Konten erfolgt folgendermaßen:

  1. Saldieren des Vorsteuerkontos und Übertrag auf das Umsatzsteuerkonto (Umsatzsteuer an Vorsteuer)
  2. Umsatzsteuerkonto zur buchhalterischen Ermittlung der Zahllast saldieren
    • Bei Saldo auf Soll-Seite des Umsatzsteuerkontos besteht eine Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt
      • Umsatzsteuer an Verbindlichkeit ggü. Finanzamt
    • Bei Saldo auf Haben-Seite des Umsatzsteuerkontos besteht eine Forderung gegenüber dem Finanzamt

Das Saldo des Umsatzsteuerkontos nennt sich auch Zahllast. Normalerweise steht der Saldo auf der Soll-Seite des Umsatzsteuerkontos. Es muss also Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden.

Steht das Saldo hingegen auf der Haben-Seite (negative Zahllast), so wurde mehr ein- als verkauft. Dies nennt man einen Vorsteuerüberhang. In diesem Fall wird dem Unternehmen dieser Saldo gutgeschrieben.

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